Die allseits gefürchteten Google-Updates

Eine Suchmaschine basiert auf einem Algorithmus – es ist ein Programm. Programme werden regelmäßig updated. Jeder kennt es von seinem Windows-Rechner, diese machen das ganz gern immer dann, wenn man eigentlich „nur mal eben schnell“ was machen will.

Aber Updates sind wichtig: Sie bedeuten, dass das Programm optimiert wird. Und da Google immer bessere Suchergebnisse ausspielen will, wird auch immer wieder an dem Programm rum gefeilt.

Panda- Penguin und Hummingbird-Update

Seit den großen Panda, Penguin- und Hummingbird-Updates  (wer sich dort die Namen ausdenkt, weiß ich auch nicht) sind Updates gefürchteter denn je. Eine derartige Massenabstrafung (Seiten, die vorher gut gerankt haben, sind entweder um zahlreiche Positionen nach hinten gerutscht oder sogar ganz aus den Suchergebnissen verschwunden) hat es glaube ich bis dahin noch nie gegeben. Was war geschehen?

Ein Signal für die Suchmaschine um auszuwerten, wie wertvoll deine Seite eigentlich ist, sind Keywords und die sog. Backlinks – Verlinkungen von anderen Seiten zu deiner. Das sagt der Suchmaschine: „Boah, wenn schon andere Seiten diese Seite bei sich verlinken, dann muss die ja echt super sein.“ Und je mehr Backlinks von anderen Seiten, desto besser.

Mit diesem Wissen sind also Abertausende von Web-Admins hergegangen und haben für (teilweise SEHR) viel Geld andere Web-Admins gebeten, ihre Seite zu verlinken. Ganz egal ob es thematisch passte oder nicht. Mal grob die Geschichte zusammengefasst.

Tja und genau das, hat der Suchmaschine so gar nicht gefallen. Denn was hat das mit Qualität zu tun? Nichts. Gekaufte Verlinkungen, von Seiten die nicht einmal im entferntesten Themen-Verwandt sind, ist einfach SPAM. Somit wurde das Programm überarbeitet: Es war ab sofort in der Lage zu erkennen, welche Seiten mit gekauften Links zugespammt waren, und zack, weg waren sie von den vorderen Plätzen. Raus aus den Suchergebnissen bedeutet eine Abstrafung (auch: Penality).

Aua aua, das tat einigen weh. Aber: Aufstehen, Krone richten, weiter optimieren. Dann halt richtig. Backlinks sind nach wie vor ein wichtiges Qualitätssignal, aber nur, wenn sie auf natürlichem Wege und qualitativ zustande gekommen sind.

Google Core Update 2019: E-A-T

Das letzte große Update gab es übrigens vor wenigen Monaten erst, im September 2019. Es war der 2. Teil des (erstmalig sogar) von Google vorangekündigten Core-Updates. Ein Update am Kern des Algorithmus. Oha, er lernt also wieder etwas Neues. Und tatsächlich hat der liebe kleine Googlebot danach wieder man ein wenig mehr auf dem Kasten: Er erkennt, wenn es um sensible Themen (wie z.B.) Geld oder Gesundheit geht, welche Webseite WIRKLICH vertrauenswürdige Inhalte liefert und welche nicht. Negativ betroffen sind daher z.B. vermeintliche Gesundheitsblogs über „Healthy living“ die eher mit Halbwissen über Gesundheit schreiben aber vollgespickt mit Affiliate Links sind.

Ja, so ist das. Google hat erkannt: Wer sich wirklich über Gesundheits- oder Finanzthemen informieren will, dem ist mit einschlägigen Informationsportalen mehr geholfen als mit „irgend einem“ Online-Blog.

Der Trend zur perspektivischen SEO zeichnet sich meiner Meinung nach hier ziemlich gut ab: Am besten hört man auf, eine Strategie zu bilden, sondern konzentriert sich ganz und gar auf sein Thema in seinem Business. Dann werden die Inhalte automatisch authentisch und vertrauenswürdig. Der Googlebot wird dies erkennen und mit vorderen Rankings belohnen.

In diesem Sinne: Happy Optimize! 😊

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